Bei unserem Depotwert Newron Pharmaceuticals hat sich in den letzten Wochen sehr viel getan. Deshalb möchte ich in diesem – eigentlich ungeplanten – Update meine persönliche Einschätzung dazu dokumentieren.
Vorab einige wichtige Hinweise: Durch meine (indirekte) Beteiligung an Newron habe ich ein wirtschaftliches Interesse an dem Unternehmen und habe auch an der kürzlich durchgeführten Kapitalerhöhung teilgenommen. Alle hier geäußerten Einschätzungen sind meine persönliche Meinung. Ich habe keine Insider-Informationen und kann die Zukunft nicht vorhersehen. Vor dem Hintergrund meines finanziellen Engagements in Newron und meines Interesses an einem steigenden Aktienkurs sollten alle meine Einschätzungen mit Vorsicht bewertet werden – es besteht latent die Gefahr, dass ich die Situation etwas durch die „rosarote“ Brille sehe.
Zuerst ein Blick zurück:

Seit meinem letzten Update im Sommer letzten Jahres hat sich der Kurs von 7,5 CHF auf 20 CHF fast verdreifacht. (Und er hat davor ganz kurzzeitig sogar über 30 CHF erreicht.) Newron hat sich damit in den letzten sieben Monaten nicht nur fundamental, sondern auch an der Börse sehr gut entwickelt. Nach so einem „guten Lauf” stellt sich natürlich die Frage, ob bei Newron weiteres Potenzial vorhanden ist oder ob die Bewertung bereits angemessen ist.
Aus meiner (subjektiven) Sicht ist Newron bei den aktuellen an der Börse bezahlten Kursen von unter 20 CHF eine extrem attraktive Investment-Opportunität. Ohne den gesamten Investment-Case zu wiederholen, möchte ich die Eckpunkte nochmals in Erinnerung rufen.
- Newron ist ein Unternehmen mit einem potenziellen neurologischen Blockbuster-Asset. Das Kern-Asset von Newron ist Evenamide, ein Wirkstoff zur Behandlung therapieresistenter Schizophrenie (TRS).
- Evenamide stellt einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Schizophrenie dar, da die Behandlung seit Jahrzehnten fast ausschließlich auf der Blockade von Dopamin- oder Serotonin-Rezeptoren basiert. Evenamide ist der erste Wirkstoff, der einen völlig neuen Ansatz verfolgt.
- Glutamat-Modulation: Evenamide zielt auf die Regulierung einer übermäßigen Glutamat-Ausschüttung ab. Dies gilt als Hauptursache für die sogenannte „therapieresistente Schizophrenie” (TRS).
- Erste Zusatztherapie: Evenamide wird als Add-on zu bestehenden Antipsychotika entwickelt. Das bedeutet, dass er nicht direkt mit etablierten Medikamenten konkurriert, sondern diese bei Patienten ergänzt, die bisher auf keine Behandlung angesprochen haben.
- Adressierung eines massiven „Unmet Medical Need”
- Hoher Patientenanteil: Etwa ein Drittel aller Schizophrenie-Patienten gilt als therapieresistent. Für diese Gruppe gibt es seit der Einführung von Clozapin vor 30 Jahren keine neue zugelassene medikamentöse Option.
- Clozapin-Alternative: Das derzeit einzige Medikament für TRS, Clozapin, hat schwere Nebenwirkungen und erfordert ständige Blutbildkontrollen. Evenamide könnte hier die deutlich sicherere und einfacher zu handhabende Alternative werden.
- Herausragendes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil
Ein entscheidender Vorteil, den bisher alle Ergebnisse belegen, ist das saubere Nebenwirkungsprofil:
– Keine signifikante Gewichtszunahme (ein Hauptproblem bei Antipsychotika).
– Keine Bewegungsstörungen (Extrapyramidale Symptome).
– Keine negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System oder den Hormonhaushalt.
Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer hohen Patienten-Compliance (Therapietreue) massiv. - Strategisches „Derisking“ durch globale Partner: Das Potenzial wird durch die Beteiligung großer Akteure validiert. Die Kooperation mit dem japanischen Pharmariesen Eisai zeigt, dass erfahrene Akteure an den Erfolg von Evenamide glauben. Der Start der Phase-III-Studie in Japan Anfang 2026 unterstreicht die globale Relevanz.
- USA/Europa-Optionen: Newron hält die Rechte für die wichtigsten Märkte (USA/EU) noch selbst. Dies bietet eine ideale Ausgangslage für eine spätere Übernahme oder eine lukrative Partnerschaft.
- IP-Schutz und Marktmonopol: Durch die Anerkennung als neuartiger Wirkstoff und die gezielte Patentstrategie (teilweise bis 2044) könnte Evenamide über ein Jahrzehnt ohne Generika-Konkurrenz in einem Markt operieren, der aufgrund der Schwere der Erkrankung eine hohe Preisgestaltung erlaubt. Die Patentverlängerung ist zwar erst in Europa bereits amtlich, doch spätestens mit der US-Anerkennung (von der ich fest ausgehe) wird klar, welche massiven Auswirkungen diese Verlängerung des IP-Schutzes auf den Wert des Medikaments für jeden potenziellen Übernehmer hat.
Dieses „Blue-Sky-Szenario” basiert auf der Erwartung, dass Evenamide zum Goldstandard für therapieresistente Schizophrenie wird. Wenn die ENIGMA-Studien Ende 2026 die bisherigen starken Daten bestätigen, verfügt Newron über ein „First-in-Class“-Medikament in einem Milliardenmarkt, für das es derzeit kaum modernen Wettbewerb gibt. Es handelt sich um ein klassisches „Blockbuster“-Szenario, bei dem der Erfolg an einer einzigen, aber hochgradig differenzierten klinischen Innovation hängt.
Welche Chancen und Risiken ergeben sich vor dieser Ausgangslage für ein Investment in Newron?
Sehen wir uns zuerst die Chancen für Investoren an:
Grundsätzlich gibt es drei Optionen (Good Cases), wie sich das „Schicksal“ von Newron abspielen könnte: (Wichtig: Ich habe diesbezüglich keinerlei besondere (Insider-)Informationen – meine Einschätzung ist genau das: eine subjektive Einschätzung.)
- Szenario 1: Newron könnte schon vor der Veröffentlichung der PIII-Daten übernommen werden. Der wahrscheinlichste Zeitpunkt dafür wäre kurz vor der Veröffentlichung der Daten, beispielsweise im Herbst 2026. Ich schätze dieses Szenario auf 20%.
- Szenario 2: Newron könnte auch nach der Veröffentlichung positiver PIII-Daten übernommen werden. Dann ist das klinische Risiko eliminiert und große Pharmafirmen können sehr sicher sein, dass eine Zulassung erfolgreich sein wird. Das ist das wahrscheinlichste Szenario. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit auf 70 %.
- Szenario 3: Newron könnte erst nach der Zulassung übernommen werden. In diesem Fall müsste sich Newron vom Research-Biotech zur Pharma-Company entwickeln und die Vermarktung selbst übernehmen bzw. dies mit Partnern starten. Das wäre für mich aber nur die Notfall-Lösung, wenn es zuvor keinen Buy-out geben würde. Außerdem wäre es keine optimale Lösung, da es bei der Vermarktung darauf ankommt, möglichst schnell eine weite Verbreitung sicherzustellen. Das ist nur mit der Vertriebskraft eines großen Players möglich. Ich schätze dieses Szenario auf nur 10 %.
Die Frage ist nun, welche Bewertungen in diesen Szenarien realistisch sind. Eine ganz wichtige Größe ist dabei das Multiple auf Peak-Sales, also den Spitzenumsatz, den man dem Medikament zutraut.
Bevor wir zu einer fairen Bewertung von Newron kommen, sehen wir uns deshalb an, welche Umsätze Evenamide in der Spitze erreichen kann. Als Basis dafür nehme ich die beiden letzten vorliegenden Analystenschätzungen von Lucid Capital und Roth Capital.
Vergleich der Peak-Sales-Schätzungen
| Marktregion | Lucid Capital Markets | Roth Capital Partners |
| USA | ~ 1,5 Mrd. USD | ~ 1,33 Mrd. USD* |
| Europa (EU5) / Ex-USA | ~ 750 Mio. USD | ~ 470 Mio. USD* |
| Gesamt (Spitzenumsatz) | ~ 2,25 Mrd. USD | ~ 1,8 Mrd. USD |
| Jahr des Peak-Sales | Erreicht bis 2032 | Erreicht im Jahr 2035 |
* Hinweis: Die Roth-Studie gibt einen kombinierten Peak von 1,8 Mrd. USD an. Die Aufteilung basiert auf den grafischen Abbildungen der Studie, wonach der Ex-USA-Markt mit etwa 35 % des US-Umsatzes kalkuliert wird.
Welche Annahmen stecken dahinter?
- Marktpotenzial und Zielgruppe: Die Analysten sind sich einig, dass Evenamide eine enorme Marktchance bietet, da es etwa 30 % der Schizophrenie-Patienten adressiert, die als therapieresistent (TRS) gelten. Roth beziffert den adressierbaren Markt (TAM) in den USA auf rund 2,9 Millionen Patienten.
- Zulassungs- und Markteintrittsszenarien
• Lucid geht von einer US-Zulassung schon im Jahr 2027 und einem Launch im Jahr 2028 (Europa 2029) aus.
• Roth erwartet die FDA-Zulassung im ersten Quartal 2028 mit einem US-Marktstart in der zweiten Jahreshälfte 2028 (Europa 2029).
Fazit: Beide Studien bestätigen das Blockbuster-Potenzial (> 1 Mrd. USD Umsatz). Während Lucid mit 2,25 Mrd. USD etwas optimistischer ist und den Peak früher erwartet (2032), kalkuliert Roth konservativer mit 1,8 Mrd. USD bis zum Jahr 2035 konservativer.
Welche Bewertungen sind vor dem Hintergrund der zuvor genannten Szenarien realistisch?
Szenario 2: Übernahme nach positiven Phase-III-Daten
Zeitpunkt: Anfang 2027
Dies ist das wahrscheinlichste Szenario, da die Phase nach Vorliegen der PIII-Daten der klassische Zeitpunkt für eine Übernahme ist. Das klinische Risiko ist nach Vorlage der Studienergebnisse nahezu null, es bleibt nur das regulatorische Risiko (Zulassung), das bei dieser Ausgangslage (Medical Need, Sicherheitsprofil) aber sehr überschaubar ist.
- Üblicher Multiple nach Phase III: 2,0- bis 3,5-facher Peak-Sales-Wert. (Eher konservativ geschätzt – vgl. z.B. hier mit der Nennung 3 bis 5-fachen Peak-Sales-Werten als Daumenregel)
- Realistische Bewertung von Newron: 4,5 Mrd. USD bis 7,5 Mrd. USD.
- Vergleichbare Deals sind sogar zu deutlich höheren Multiples erfolgt. Da Evenamide die erste Zusatztherapie für TRS wäre, könnte man das Multiple sicher am oberen Ende der genannten Range als realistisch einschätzen.
Damit sprechen wir von einer Zielbewertung von 200 bis 300 USD je Aktie (150 bis 230 CHF) je Aktie. Dabei ist nur die Core-Anwendung für TRS-Patienten eingerechnet. Jede Phantasie von Zusatzindikationen, die aus meiner Sicht sehr realistisch sind, ist hier noch nicht berücksichtigt.
Aber Achtung – das ist nicht der Wert von heute, sondern der Wert, dann WENN Evenamide in Phase III die Wirksamkeit und klinische Relevanz bewiesen hat. Soweit sind wir noch nicht! Und es ist auch kein ein realistischer Wert für den Börsenkurs. Es ist ein realistischer Wert für eine Übernahme. Der Börsenkurs davor wird vermutlich eher „nur“ 80 bis 120 CHF betragen. Mit einem üblichen Aufschlag von 40-100% wäre dann ein fairer Übernahmepreis realisierbar.
Szenario 1: Übernahme vor dem Readout der Phase-III-Daten
Zeitpunkt: jetzt bis Ende 2026
In diesem Stadium trägt der potenzielle Übernehmer (so wie wir Aktionäre heute auch) das volle klinische Risiko. Da die Phase-II-Daten von Evenamide jedoch außergewöhnlich gut ausfielen (kontinuierliche Verbesserung über ein Jahr), wäre ein „De-Risking“-Aufschlag wahrscheinlich. Realistischerweise würde ein Übernahmepreis in dieser risikobehafteten Phase aber nur ca. 30-40 % des späteren Übernahmepreises betragen – im besten Fall in Kombination mit einem Nachbesserungsrecht im Falle der Zulassung.
- Üblicher Multiple: 0,5- bis 1,2-facher Peak-Sales-Wert.
- Realistische Bewertung: 1,1 Mrd. USD bis 2,7 Mrd. USD. Der strategische Hintergrund ist, dass sich ein Übernehmer das Asset „günstig“ sichert, bevor der Preis nach den Daten explodiert. Oft werden in solchen Fällen zusätzliche erfolgsabhängige Nachbesserungszahlungen vereinbart, die den Preis bei Erfolg erhöhen.
Ein realistisches Szenario für mich wäre, dass ein Käufer beispielsweise 50–70 CHF (1,6–2,2 Mrd. USD) oder z.B. 40 CHF (1,3 Mrd. USD) mit einer Nachbesserungsverpflichtung von weiteren beispielsweise 60 CHF bei positiven Studiendaten anbieten würde. Dies wäre dann realistisch, wenn der Börsenkurs dann beispielsweise 30-40 CHF beträgt. Dann wäre der Übernahme-Aufschlag so hoch, dass der Übernehmer eine realistische Chance hätte, genug Aktien angedient zu bekommen.
Szenario 3: Übernahme nach der Zulassung (und Marktstart)
Zeitpunkt: ab 2028
Falls Newron bis dahin (entgegen meiner Erwartung) nicht übernommen worden ist, kann eine Übernahme natürlich auch jederzeit nach der Zulassung erfolgen, d. h. in der Phase, in der das Medikament bereits „am Markt” ist. Das Risiko läge dann in der kommerziellen Umsetzung (Sales-Execution). Die Multiples sind dann ggf. noch höher, allerdings ist bei der Größe von Newron das Risiko erheblich, dass diese Sales-Execution nicht optimal ist. Im Moment gehe ich davon aus (und hoffe), dass dieses Szenario nicht mehr eintreten wird.
Den hohen Chancen steht auch ein großes Risiko gegenüber!
In der jetzigen Phase des Unternehmens ist das wirklich relevante Risiko, dass es in den PIII-Studien nicht gelingt, die Wirksamkeit und die klinische Relevanz von Evenamide als Zusatzmedikament nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, wäre der Wert von Newron extrem stark dezimiert. Natürlich kann es ein Szenario geben, bei dem auch bei schwachen bzw. nicht überzeugenden Ergebnissen noch Hoffnung besteht. Bei nicht-positiven Studiendaten ist es jedoch wahrscheinlicher, dass man Evenamide abschreiben muss – und damit im Wesentlichen auch Newron.
Die entscheidende Frage ist somit: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für Erfolg bzw. Misserfolg ist? Aus meiner Sicht ist es keineswegs sicher, dass die Studien erfolgreich sein werden, es besteht aber eine sehr gute Chance.
Historisch gesehen ist Phase III grundsätzlich erfolgreicher als Phase II, da die Wirksamkeit bereits im kleineren Rahmen (Proof of Concept) gezeigt wurde.
• Allgemeine Biotech-Quote: Ca. 55–60 % der Wirkstoffe, die in Phase III starten, schließen diese erfolgreich ab.
• Psychiatrie & Schizophrenie: Hier liegt die Quote oft etwas niedriger (ca. 45–55 %), da die Messung von Symptomen (wie der PANSS-Score) subjektiver ist als beispielsweise die Messung von Blutwerten und der Placebo-Effekt in psychiatrischen Studien oft sehr hoch ausfällt.
Warum die Chancen für Evenamide statistisch „besser” sein könnten: Obwohl der Durchschnitt bei 50 % liegt, gibt es Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit im Fall von Evenamide nach oben korrigieren.
- Mechanismus-Validierung: Evenamide nutzt einen Glutamat-Modulator. Da dieser Ansatz inzwischen biochemisch gut verstanden ist (und von Weltklasse-Wissenschaftlern publiziert wurde) und die Phase II kontinuierliche Verbesserungen über 12 Monate zeigte (was selten ist), setzen Analysten die PoS normalerweise höher an, als bei völlig unbekannten Wirkmechanismen.
- Orphan-Drug-Status oder Nischen: Für therapieresistente Schizophrenie (TRS) gibt es kaum Wettbewerb. Behörden wie die FDA sind bei „Unmet Medical Needs” oft kooperativer, was die Zulassungswahrscheinlichkeit erhöht.
- Safety-Vorteil: Viele Phase-III-Studien scheitern an unerwarteten Nebenwirkungen. Da Evenamide bereits an hunderten Patienten getestet wurde und ein sehr sauberes Profil zeigte (keine Gewichtszunahme, keine Bewegungsstörungen), ist das Risiko eines „Sicherheits-Scheiterns” geringer als im Durchschnitt.
Ausgehend vom aktuellen Stand von Newron (Beginn/Mitte Phase III) liegt die Gesamtwahrscheinlichkeit dafür, dass Newron das Medikament bis zur Marktreife zu bringt, nach meiner Einschätzung bei vermutlich etwa 60 %. Das entspricht auch den Annahmen in den letzten Analysten-Studien (Roth und Lucid). Hier kann jedoch jeder Investor andere Einschätzungen treffen. Mit einer risikoaversen Herangehensweise setzt ein Investor vielleicht nur 30% an. Andere sehen eine Chance von über 90% für positive Daten.
Fazit: Ein Investor muss sich bewusst sein, dass trotz der hervorragenden Vor-Daten statistisch gesehen immer noch ein erhebliches Risiko besteht (ich schätze 40%), dass Phase III die hohen Erwartungen nicht erfüllen kann. Im Erfolgsfall steht dem jedoch die oben besprochene massive Neubewertung um den Faktor 3 bis 4 gegenüber.
Der „faire Wert“ von Newron entspricht vor Bekanntgabe der Studienergebnisse damit (berechtigt!) nur einem Bruchteil des Wertes nach positiven Daten. Konkret steigt der faire Übernahme-Wert nach meiner Berechnung von 50 bis 70 CHF vor den Daten auf 150 bis 230 CHF nach positiven Daten.
Ich persönlich gehe davon aus, dass sich der Aktienkurs in den nächsten Monaten weiter dem fairen Wert (vor Bekanntgabe der Daten) annähern wird. An der Börse wird der Kurs vermutlich immer unter dem fairen Wert (für einen Übernehmer) liegen. So kommen ja die üblichen Aufschläge bei Übernahmen zustande. Spätestens kurz vor der Veröffentlichung der Daten wird das Chance-/Risikoprofil jedoch extrem attraktiv sein.
Das lässt sich ausrechnen: Wenn der Kurs dann beispielsweise bei 40 CHF steht, ergibt sich ein risikogewichteter Erwartungswert des Gewinns von 200 % innerhalb weniger Wochen. Der risikogewichtete erwartete Wert je Aktie beträgt 120 CHF (erwarteter Wert = (60 % x 200 CHF) + (40 % x 0 CHF) = 120 CHF). Selbst, wenn sich keine Übernahme abzeichnet, dürfte der Börsenkurs auf 60% bis 70% des fairen Wertes, d.h. auf 100 bis 150 CHF, steigen.
Die Rolle der jüngsten Kapitalerhöhung
Aus der oben dargestellten Situation wird deutlich, dass Vertrauen in die Studien und deren professionelle und unverzögerte Umsetzung eine entscheidende Voraussetzung für die Wertsteigerung von Newron ist. Eine notwendige Bedingung dafür war, dass die Finanzierungslücke rechtzeitig geschlossen wird.
Herr Weber hat seit dem Sommer letzten Jahres immer wieder darauf hingewiesen, dass die Finanzierungsfrage spätestens im ersten Quartal 2026 gelöst werden muss. Auch ich hatte auch im letzten Update im Sommer genau darauf hingewiesen. Aus den Erlösen des Eisai-Deals war es möglich, die Enigma-I-Studie und die Vorbereitung der Enigma-II-Studie (inkl. Rekrutierung von fünf Studienzentren) zu finanzieren. Der Rollout (und somit der Termin bis Ende 2026) war jedoch von der Verfügbarkeit zusätzlicher Finanzierungsmittel abhängig.
Dafür wurden verschiedene Optionen evaluiert.
- Xadago-Lizenzeinnahmen: Die Verpfändung dieser Erlöse wurde einmal ins Spiel gebracht. Dies war jedoch vermutlich nur eine theoretische Option – praktisch muss man bedenken, dass die Abschläge für solche Deals extrem hoch sind, so dass der Erlös vermutlich nicht ausgereicht hätte, um die Lücke zu schließen. Eine allgemeine Fremdfinanzierung ist ebenfalls illusorisch. Niemand gewährt einem Unternehmen ohne stabile Cashflows, mit dem Insolvenzrisikio bei schlechten Studiendaten und ohne Sicherheiten ein Darlehen.
- Die Lizenz-Verhandlungen waren – so interpretiere ich das, obwohl ich dazu keine direkten Informationen habe – wohl auch nicht so erfolgreich, dass man an den Eisai-Deal hätte toppen können. Eine Lizenz-Vereinbarung zu schlechteren Konditionen – obwohl die Firma inzwischen einen anderen Entwicklungsstand hat (insbesondere Patentverlängerung) – hätte jedenfalls viel Aktionärsvermögen vernichtet. Zwei Beispiele dazu:
- Wenn man die Lizenzierung der Lateinamerika-Rechte (diese Region zu lizenzieren war ja im Sommer noch sehr optimistisch eingeschätzt wurden) mit den Eisai-Bedingungen umrechnet, dann hätte die Upfront-Zahlung nur nur 15 bis 20 Millionen betragen. (Das entspricht einem Drittel der Eisai-Upfront-Zahlung – der Lateinamerika-Markt ist nur ca. ein Drittel des Asien-Marktes groß). Der Liquiditätszufluss hätte somit nicht ausgereicht, um die Lücke zu schließen. Wenn es einen Lateinamerika-Interessenten gegeben hätte, der 30 Mio. Upfront gezahlt hätte, wäre das vermutlich die beste Option gewesen. Ein solches Angebot wird es aber vermutlich nicht gegeben haben, sonst hätte Newron es das sicher genutzt.
- Und Europa? Stellen wir uns vor (und das ist jetzt ein hypothetisches Beispiel), man hätte die Europa-Rechte für 50–80 Mio. Upfront – zuzüglich Folgezahlungen vergeben. Dann wäre zwar keine Verwässerung der Anteile notwendig gewesen, doch der Verkaufspreis (der faire Übernahmepreis je Aktie) wäre aber um ein Drittel gesunken! Europa macht 50 % des Umsatzes der USA aus. Für einen globalen Player ist eine Lizenz nur für die USA zwar auch interessant, aber deutlich weniger als eine globale Lizenz (von der nur Japan und Südostasien ausgenommen sind). Eine solche Lizenzvergabe hätte somit einer Verwässerung des Werts für die Aktionäre um ein Drittel gleichgekommen. So wie ich das verstanden habe, muss man einfach einsehen, dass in den letzten Monaten in dieser Phase III keine Pharmafirma bereit war, für die Europa-Rechte so viel auf den Tisch zu legen, dass dies nicht zu einer massiven Verwässerung des potenziellen Übernahmewertes geführt hätte.
- Die Alternative war somit eine Kapitalerhöhung. Herr Weber hat bei verschiedenen Konferenzen versucht, die besten Rahmenbedingungen dafür auszuloten. Aufgrund der regulatorischen Rahmenbedingungen war eine Kapitalerhöhung jedoch nicht einfach umzusetzen. Das genehmigte Kapital ist keine durch einen gültigen Kapitalerhöhungsbeschluss bestehende Ermächtigung, sondern lediglich eine vom Notar verlängerte Genehmigung aus dem Jahr 2018. Es ist nachvollziehbar, dass die meisten professionellen Investoren abwinken, wenn ein Notar die Bedingungen diktiert. (Nach italienischem Recht haftet dieser persönlich dafür, dass der Ausgabepreis der Aktien marktgerecht ist). In einer solchen Konstellation ist bis zum letzten Tag unklar, welche Bedingungen genau gelten werden, da sich „der Markt“ täglich ändert. Und letztlich müssen diese Bedingungen dann vom Notar und vom Verwaltungsrat unter Abwägung der Alternativen als das beste Angebot im Sinne des Unternehmens und der Aktionäre eingestuft werden.
Die Kapitalerhöhung hat bei einem Teil der Investoren Kritik hervorgerufen. Ich kann nachvollziehen, dass Verwässerung nicht positiv bewertet wird. Diese Verwässerung verändert den Business Case für jeden Aktionär jedoch nur marginal. In meinen Hochrechnungen des fairen Werts (vlg. oben) habe ich vereinfacht mit 25 Mio. Aktien gerechnet. Würde man nur 23 Mio. Aktien ohne Kapitalerhöhung zugrunde legen, ergeben sich nur marginal niedrigere „faire“ Werte je Aktie. Dies ist allerdings rein theoretisch, denn die Finanzierung müsste ja trotzdem irgendwo herkommen. Die Investoren zahlen ja bis zu 38 Mio. in die Firma ein.
Stellen wir uns außerdem vor, was passiert wäre – auch mit dem Kurs –, wenn Newron im März verlautbart hätte, dass sich die Studien verzögern, weil die Finanzierung nicht zustande gekommen ist. Das hätte das Vertrauen in Newron massiv und nachhaltig untergraben.
Die berechtigte (kritische) Frage ist, ob die mit den Investoren abgeschlossene Vereinbarung wirklich die für die Interessen der Aktionäre beste Option war. Diese Entscheidung musste der Verwaltungsrat treffen – und diese Entscheidung war bis zum letzten Tag nicht klar. Ich weiß nicht, welche alternativen Optionen wirklich auf dem Tisch lagen. Was ich aber sehe ist Folgendes:
- Ein Aktionär gemeinte, die Firma hätte ja eine Kapitalerhöhung zu 30 CHF machen können – was besser gewesen wäre. Das stimmt – aber nur dann wenn jemand diese Kapitalerhöhung auch zeichnet! Das war nicht der Fall und dieser Aktionär hat die zumindest 25 Mio. für 2026 vermutlich nicht auf den Tisch gelegt. Wenn es tatsächlich so gewesen wäre, dass die Angebote anderer Aktionäre die Finanzierungslücke zu besseren Konditionen abzudecken tatsächlich vom Verwaltungsrat nicht berücksichtigt worden wären – dann wäre die Kritik natürlich berechtigt und dann können auch Schadenersatzforderungen gestellt werden. Welches Interesse sollte der Verwaltungsrat haben. so etwas zu tun? Das ist doch völlig abwegig. Meine Vermutung ist, dass keiner der Kritiker selbst ein Angebot zu besseren Konditionen gemacht hat (und dass die anderen Optionen schlechter waren).
- Dass die anderen Optionen – Lizenzierung oder Fremdkapital – entweder nicht realistisch waren oder für die Aktionäre deutlich schlechter gewesen wären, habe ich oben beschrieben. Ein Aktionär hat argumentiert, dass man die Europa-Rechte auf Basis deutlich besserer Konditionen wie beim Japan-Deal hätte veräußern können und dass dies für die Aktionäre deutlich vorteilhafter gewesen wäre. Das wäre richtig gewesen, wenn es ein Angebot für Europa gegeben hätte, das einem Gegenwert für die Weltrechte von beispielsweise 1,5 bis 2,0 Mrd. entsprochen hätte. Ich gehe fest davon aus, dass es ein solches Angebot schlicht nicht gab, sonst hätte sich der VR dafür entscheiden müssen.
Das ist für mich die damit verbundene (unangenehme) Konsequenz: Newron hatte nicht so viele Optionen, wie von uns Optimisten allgemein angenommen. Die Finanzierungsfrage ist für Biotech-Firmen in der Phase in der sich Newron befindet, weiterhin alles andere als einfach. Newron ist als italienische Firma an der Schweizer Börse für professionelle (US-)Investoren im Moment zu obskur. Regulierte europäische Fonds konnten schon aufgrund der Regulatorischen Vorgaben (zukünftige Verpflichtungen) nicht teilnehmen. Und strategische Investoren (Big Pharma) halten sich in der Phase noch zurück, da sie lieber deutlich mehr zahlen, wenn sie sicher sind, dass eine Zulassung möglich ist, anstatt das klinische Risiko der Phase III zu tragen.
Der Verwaltungsrat hat die Verantwortung, die für die Aktionäre beste Option zu wählen. Er kann aber natürlich nur aus den Optionen wählen, die tatsächlich verfügbar sind! Wenn sich jemand (z.B. ein Aktionär) eine Alternative nur auf dem Papier ausmalt, bedeutet das ja noch lange nicht, dass es diese Option auch wirklich in der Realität gibt. Dafür braucht man einen konkreten Vertragspartner, der die Kapazität hat, die Finanzierung auch zu stemmen.
Selbstverständlich ist die Kapitalerhöhung für die Zeichner attraktiv (sonst hätte ich ja auch nicht teilgenommen) – dass der VR diese Kapitalerhöhung als Finanzierungsoption gewählt hat, ist aber auch vorteilhaft für Newron und alle Aktionäre: Es kombiniert eine sehr überschaubare Verwässerung mit der Sicherheit für Newron. Durch die bis ins Jahr 2027 gesicherte Finanzierung sind die besten Voraussetzungen gegeben, dass Newron die Wirksamkeit von Evenamide beweisen kann und mit gesicherter Finanzierung in jede Diskussion mit potenziellen Partnern gehen kann. Die zusätzlichen Mittel sollten sogar ausreichen um – wie angedacht – Sicherheitsstudien für ergänzende Indikationen zu starten.
Die Kritik sehe ich persönlich vor dem Hintergrund, dass diese Kritiker
- entweder von falschen Voraussetzungen/Optionen ausgehen (man hätte eine Kapitalerhöhung zu 30 % durchführen oder die europäische Lizenz für 2 Mrd. Euro vergeben können – beides leider nicht realistisch)
- oder von einer Neid-Perspektive getrieben sind (die neuen Investoren haben eine Vereinbarung, die besser ist, als meine eigene).
Dem ersten Punkt kann man vermutlich mit Informationen und Argumenten etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Dem zweiten Punkt liegt eine subjektive Sichtweise zugrunde, die nichts mit dem Interesse für das Unternehmen als Ganzes und somit der Weiterentwicklung von Newron zu tun hat. Hier geht es um Einzelinteressen. Aus dieser Perspektive ist die Kritik auch nachvollziehbar – jeder hätte gerne den besten Einstandspreis und die besten Bedingungen. Diesbezüglich kann man nur argumentieren, dass jedem Aktionär bekannt war, dass Newron Geld einwerben will und dass jeder Aktionär die Chance hatte, sein Angebot dafür bei Newron zu deponieren. Genau das hat die jetzt zum Zug gekommene Investorengruppe gemacht.
Der Aktienkurs – der Weg bis zu den Daten:
Auch wenn der „faire Wert“ von Newron für mich (vor Bekanntgabe der Studiendaten) bei zumindest 50 CHF je Aktie liegt, stellt sich doch die Frage, wie sich der Kurs bis dahin entwickeln wird.
Ein Problem ist (und bleibt auch nach der Kapitalerhöhung), dass Newron keine „validierte“ Investorenbasis hat. Im Vorfeld der KE-Gespräche wurde wiederholt das Ziel definiert, „Leuchtturm-Biotech-Investoren“, insbesondere aus den USA, ins Boot zu holen. Ich persönlich habe das gegenüber Herrn Weber auch selber immer wieder angesprochen. Das scheint aber – trotz grundsätzlichem Interesse – unter den gegebenen Rahmenbedingungen (Restriktionen aufgrund der Notar-Genehmigungspflicht und des fehlenden Nasdaq-Listings) bisher nicht möglich gewesen zu sein.
Mittlerweile bin ich aber auch der Meinung, dass solche „Leuchtturm-Investoren“ eine Voraussetzung dafür sind, dass der faire Wert auch erreicht werden kann. Renommierte und in der Biotech-Welt anerkannte Investoren würden die Investment-Story von Newron so validieren, wie es auf wissenschaftlicher Seite bereits geschehen ist. Das würde neue, risikobereite Investoren auf Newron aufmerksam machen und Folge-Aktienkäufe nach sich ziehen. Und das ist vermutlich notwendig, um den Kurs auf ein faires Niveau zu heben.
Einen Newsflow in diese Richtung würde ich jedenfalls als sehr positiv einschätzen. Und ich weiß, dass Herr Weber weiter aktiv im Gespräch mit potentiellen Investoren ist. Hoffen wir, dass sich daraus in absehbarer Zeit konkrete Ergebnisse ergeben.
Von welchem Newsflow kann man für die nächsten Monate sonst ausgehen:
- Updates zur operativen Entwicklung der Gesellschaft rund um die Generalversammlung / Geschäftsbericht
- weitere Informationen zum Fortschritt der Studien
- mögliche US-Patent-Publikation oder neue Patentanmeldungssichtbarkeit
- Lizenzdeals bleiben möglich – wenn die Bedingungen passen (ich gehe eher nicht davon aus)
- Q3 Bekanntgabe, dass Enigma I Studie Recrutierung beendet hat
- Q4 Bekanntgabe, dass Enigma II Studie Recrutierung beendet hat
- Q4 Bekanntgabe, dass die Ergebnisse beider Studien (getrennt) ausgewertet werden
- Dezember 2026/Januar 2027 – Vorlage der 12-Wochen Ergebnisse beider Studien
Darüber hinaus positiv wäre jedenfalls der Einstieg eines renommierten US-Investors – da dies dem Aktienkurs vermutlich kurzfristig einen Schub geben und dann in der Folge neue Investoren anlocken würde. Eine Listung der Aktien an der Nasdaq würde ich persönlich vor diesem Hintergrund als absolut wertsteigernd einschätzen – selbst wenn man dafür der Investmentbank bzw. dem Lead-Investor einen sehr guten Deal anbieten muss. Auch hier gilt: Lieber habe ich ein kleineres Stück von einem sehr großen Kuchen, als ein größeres Stück von einem Mini-Kuchen. Wenn ich wählen kann zwischen 1% von z.B. 3 Mrd. Bewertung mit Nasdaq (nach positiven Studiendaten) oder 1,1% von 1 Mrd. (z.B. weil die US-Investoren Newron ohne Nasdaq auch nach positiven Daten links liegen lassen), dann weiß ich was mir lieber ist. Das ist eine Win-Win-Situation – und ich bin dem Lead-Investor auch nicht neidig, wenn er den besseren Deal bekommt, wenn der auch für mich zu einer deutlichen Höherbewertung führt.
Vielleicht kommt es aber gar nicht mehr dazu. Man darf nicht außer acht lassen, dass Newron doch jetzt in der Phase vor den Daten schon um Übernahmeziel werden könnte. Solange sich kein Pharma-Unternehmen vorwagt, können ja alle abwarten. Wenn sich aber abzeichnen sollte, dass sich ein großer Player Evenamide schon vor den Daten sichern will, dann werden auch alle Wettbewerber aufwachen. Bei der derzeitigen Marktkapitalisierung kann das auch jederzeit ohne eine Übernahmeangebot der Fall sein. Jeder kann sich ausmahlen, was die Folge wäre, wenn morgen Abbbie oder Bristol Meyer eine Beteiligung von z.B. 5%oder 10% melden würden. Für diese Firmen wäre so eine Beteiligung (Investition nur 25 bzw. 50 Mio.) ja Peanuts. Der Interessent hätte dann die Chance schnell und günstig auf z.B. 20%/25% auszubauen und hätte damit den Fuß für Evenamide in der Türe, ohne das volle Risiko zu gehen. Wenn es dann tatsächlich andere Angebot geben würde, dann hätte man trotzdem eine Win-/Win-Situation. Entweder der Anteil wird vom Konkurrenten sehr teuer abgekauft, oder man kann selber übernehmen. Und im Fall eines Scheiterns der Studien hat man keinerlei Prämie bezahlt und hat nur einen Mini-Betrag abzuschreiben.
Insgesamt erachte ich Newron auf dem derzeitigen Kursniveau als einen sehr attraktiven Investment Case – ein Investment, das zwar das Risiko des Scheiterns der Studien mit sich bringt. Aber auch eines, das sehr hohe Gewinnchancen bietet. Was in der derzeitigen unsicheren geopolitischen Lage auch wichtig ist – die Chancen und Risiken sind fasst vollständig unabhängig diesen Geo-Krisen und auch unabhängig von der Börsenentwicklung. Der Wert von Newron entscheidet sich mit den Studiendaten. Und diese sind nicht korreliert mit Ölpreis, Börsenbewertungen, Konjunktursorgen oder Leitzinsen. Newron ist für mich damit ein extrem guter diversifizierender Baustein in einem breit gestreuten Aktien-Portfolio.
PS: Ich habe dieses Update aus aktuellem Anlass als Ausnahme gemacht. Ich hatte im Sommer letzten Jahres angekündigt, dass ich keine neuen VERUS-Newsletter und Updates mehr veröffentlichen werde. Der Grund mich grundsätzlich aus den VERUS- Publikationen zurückzuziehen hatte (und hat) nichts mit Newron zu tun, sondern mit meiner im Juni 2025 angetretenen neuen Funktion als Vorstand eines börsennotierten Unternehmens. In dieser Funktion ist es notwendig sich mit öffentlichen Äußerungen weiter zurückzuhalten, als dies als „normaler Privatinvestor“ möglich ist. Ich möchte deshalb nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle in diesem Beitrag dokumentieren Beurteilungen meiner persönlichen Einschätzung entsprechen und nicht eine Einschätzung der Shareholder Value Beteiligungen AG widergibt. Noch ein Hinweis: Im Zuge der Finanzierungsvereinbarung ist eine Vertraulichkeitsklausel festgelegt worden, so dass die Investoren Informationen nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (z.B. Gruppenmeldung an die SIX) weitergeben können. Ich bitte daher zu respektieren, dass ich zur Vereinbarung selber im Detail nicht mehr sagen kann.