Aktuelle Entwicklung bei Metro

Bei Metro tut sich etwas. Die Aktionäre wechseln und das wird Metro gut tun.

Zwei Investoren aus Tschechien übernehmen zunächst 7,3 % an METRO von Haniel. Haniel hat es als alteingesessene deutsche Unternehmerfamilie in den letzten Jahren verabsäumt, die Beteiligung an Metro aktiv voranzubringen. Die Option auf die restlichen 15,2 % der Familie Haniel ist offen – es ist aber davon auszugehen, dass diese in der Optionszeit auch übernommen werden.  Gleichzeitig verhandelt man über den Kauf eines zweiten großen Metro-Paketes – die 9,99 % im Besitz der Elektronikhandelsholding Ceconomy. Insgesamt käme man so auf über 30 % der Metro-Anteile, was ein Pflicht-Angebot für Metro auslösen würde. Die Kaufinteressenten sind Patrik Tkac aus der Slowakei und Daniel Kretinsky aus Tschechien, zwei der aktivsten Investoren aus diesen Ländern. Beide streben in der Regel jedoch keine Mehrheiten an. Es ist deshalb eher nicht davon auszugehen, dass es nächster Zeit schon ein Übernahmeangebot geben wird.  Der Druck über den Aufsichtsrat wird jetzt aber sicher signifikant steigen. Vor unpopulären Maßnahmen, um den Wert der Firma zu heben, wird man nicht zurückschrecken.

Dass Metro nicht ohne Probleme ist, habe ich hier ja schon dargestellt. Insbesondere das Exposure in Russland stellt ein nicht unerhebliches Risiko dar und dass Real unter dem Dach von Metro noch eine Erfolgsstory wird, ist nicht zu erwarten.

Ich sehe in der neuen Konstellation sehr gute Chancen, dass der innere Wert der Metro jetzt konsequenter gehoben wird.  Und andere Investoren wohl auch. Der Kurs hat sich im Nachgang der Meldung bereits bis knapp 14 Euro erholt.

 

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